Rundfunk
Deutschlandfunk PISAPLUS April 2007
Existenzgründung mit Kunst
Im Kulturofen in Düsseldorf beraten Künstler und andere Fachleute -
auf dem Arbeitsamt finden Künstler nicht die passende Ansprache
Von ANDREA LUEG
Wer den Weg zum Kulturofen in Düsseldorf findet, der hat wahrscheinlich schon
einen wichtigen Schritt voran zur Selbständigkeit gemacht.
So versteckt liegt die ehemalige Industriebrache im Düsseldorfer Gewerbegebiet
Heerdt, zwischen Pharmaunternehmen und Großtankstellen.
Hier haben sich Künstler für ein spezielles Angebot für Existenzgründer in der
Kunst- und Kulturwirtschaft zusammengeschlossen.
Stefanie Guth ist eine, die hier Rat sucht:

Ich bin Sonderschullehrerin und habe
Textilgestaltung studiert, das ist meine
künstlerische Basis, mache das auch seit
zehn Jahren und habe jetzt in den letzten
Jahren einzelne Ausstellungen gehabt
im kleinen Stil. Eigentlich ist es mein
Hobby gewesen, ich hatte aber immer
schon den Wunsch mich in dem Bereich
selbständig zu machen und habe dann
auch gezielt nach Beratung gesucht.

In Verbindung mit dem nordrheinwest-
fälischen Gründungsnetzwerk GO entstand
hier in einer ehemaligen Ofenfabrik die
Initiative, Künstler mit den Bedingungen
des Marktes vertraut zu machen und ihre
Ideen in tragfähige Geschäfte umzusetzen.
Der Maler und Bildhauer Gerhard
Krausekrause und seine Mitstreiter haben
ein Konzept entwickelt mit dem sie einem
breiten Spektrum von Menschen bei dem
Weg in die Selbständigkeit unter die Arme
greifen wollen.
Das passiert über ein breites Angebot
an Seminaren, bei denen die Themen-
auswahl von Finanzierungsmöglich-
keiten für Projekte über Steuerfragen
bis zum Management von Kunst und
zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
reicht. Auch Einzelgespräche und
Coaching für Existenzgründer sind
möglich.
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